Terroranschläge

Grossbritannien wird immer wieder Ziel von Anschlägen – eine Chronologie

London unter Schock: Nach dem Terrorangriff in der britischen Hauptstadt patrouillieren bewaffnete Polizisten durch die Strassen. Bei dem Anschlag starben mindestens sieben Menschen.

London unter Schock: Nach dem Terrorangriff in der britischen Hauptstadt patrouillieren bewaffnete Polizisten durch die Strassen. Bei dem Anschlag starben mindestens sieben Menschen.

Der Terroranschlag in London ist bereits der dritte Anschlag in weniger als drei Monaten. In den vergangenen Jahren wurde Grossbritannien mehrfach von Terrorakten erschüttert.

  • Juli 2005

Bei einer Anschlagsserie in drei U-Bahnen und einem Doppeldeckerbus in London reissen vier Selbstmordattentäter 52 Menschen mit in den Tod. 700 weitere Menschen werden verletzt. Das Terrornetzwerk Al-Kaida reklamiert den Akt für sich. Es handelt sich um den schwersten Anschlag in der Geschichte Grossbritanniens. 

Die Passagiere wurden aus der U-Bahn evakuiert. Dabei ging dieses Handybild um die Welt.

Handybild von den Anschlägen in London 2005

Die Passagiere wurden aus der U-Bahn evakuiert. Dabei ging dieses Handybild um die Welt. 

  • März 2009

Bei einem Anschlag auf eine Kaserne in Nordirland werden zwei britische Soldaten getötet. Zu dem Angriff bekennt sich eine Splittergruppe der Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA). Zwei Tage später erschiessen Mitglieder einer anderen IRA-Splittergruppe einen Polizisten in Nordirland.

  • Mai 2013

Zwei Islamisten töten auf offener Strasse einen Soldaten. Die beiden zum Islam konvertierten Briten fahren den jungen Mann mit einem Auto an, bevor sie mit Messern und einem Fleischerbeil auf ihn einhacken.

  • Dezember 2015

Ein psychisch kranker Angreifer sticht in einer U-Bahnstation mit einem Messer auf Fahrgäste ein und verletzt einen Mann schwer. Die Polizei stuft die Tat als Terrorakt ein, laut Gericht war der Attentäter von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inspiriert.

  • Juni 2016

Die Labour-Abgeordnete Jo Cox wird eine Woche vor dem Brexit-Referendum im nordenglischen Birstall mit Schüssen und Messerstichen getötet. Der Täter, ein 53-jähriger Rechtsextremist, wird zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Brexit-Attentat: Britische Labour-Abgeordnete Jo Cox getötet

Brexit-Attentat: Britische Labour-Abgeordnete Jo Cox getötet

Nach einem Angriff in ihrem Wahlkreis im Norden Englands ist die Labour-Abgeordnete und Brexit-Gegnerin Jo Cox gestorben. Nahe der Stadt Leeds war sie von mehreren Kugeln getroffen worden. Die Polizei nahm den Angreifer fest.

  • März 2017

Ein mutmasslich islamistischer Attentäter rast auf der Westminster Bridge im Zentrum Londons mit seinem Auto in eine Gruppe von Passanten und tötet vier Menschen. Vor dem Parlament ersticht er einen Polizisten, bevor er selbst erschossen wird. Die IS-Miliz reklamiert die Tat für sich.

  • Mai 2017

Ein Selbstmordattentäter sprengt sich am Ende eines Konzertes von US-Popstar Ariana Grande in Manchester in die Luft und reisst 22 Menschen mit in den Tod. 116 Menschen werden verletzt. Unter den Opfern sind viele Jugendliche und Kinder.

Nach der Explosion: Panik in der Manchester-Arena.

Nach der Explosion: Panik in der Manchester-Arena.

Auf Englisch: Konzertbesucher erzählen von ihren Erlebnissen und der Panik nach der Explosion in Manchester

Auf Englisch: Konzertbesucher erzählen von ihren Erlebnissen und der Panik nach der Explosion in Manchester

  • Juni 2017

Drei Angreifer rasen mit einem Lieferwagen auf der London Bridge in eine Gruppe von Passanten, danach stechen sie im nahe gelegenen Ausgehviertel Borough Market wahllos auf Menschen ein. Sieben Menschen werden getötet und Dutzende verletzt, bevor die Attentäter von der Polizei erschossen werden. Die IS-Miliz bekennt sich zu dem Anschlag.

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