Syrien

Grossbritannien liefert Ausrüstung gegen C-Waffen nach Syrien

Hague wirft Assad Giftgaseinsatz vor (Archiv)

Hague wirft Assad Giftgaseinsatz vor (Archiv)

Die syrischen Rebellen erhalten von der britischen Regierung Ausrüstungsgegenstände zur Abwehr von Chemiewaffen. Grossbritannien wird 5000 Schutzmasken, Tabletten gegen Nervengift und Materialen für die Erkennung von Giftgas an die Nationale Koalition Syriens liefern.

Die Angelegenheit sei besonders dringlich, erklärte Aussenminister William Hague am Dienstag in einer Mitteilung an das Parlament in London. Es gebe für den Einsatz von Giftgas wie Sarin Beweise. Dieser sei von der Staatsführung unter Präsident Baschar al-Assad angeordnet worden, erklärte Hague.

Grossbritannien hat den Regierungstruppen mehrfach vorgeworfen, Giftgas eingesetzt zu haben. Dies weist die Regierung in Damaskus von sich. Die Ausrüstungsgegenstände helfen nach Angaben Hagues auch gegen Angriffe mit biologischen Waffen.

Assad versucht seit mehr als zwei Jahren, einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. In dem Konflikt, der sich immer mehr zum Religionskrieg entwickelt, sind nach UNO-Angaben mehr als 90'000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Kämpfe gingen auch am Dienstag weiter. Nach Kabun, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, schickten Rebellen nach eigenen Angaben Verstärkung, nachdem Regierungstruppen in die Offensive gegangen waren. Es werde versucht, den Vormarsch der Truppen Assads zu stoppen, sagte ein Sprecher der Rebellen.

Kämpfe und Bombardierungen wurden aus fast jeder Provinz gemeldet, etwa in Idlib im Nordwesten oder in der Wüstenstadt Deir al-Sor im Osten. In der Provinz Homs berichteten Anwohner, Kämpfer Assads hätten mindestens sechs Schlichter erschossen, die zwischen den kriegführenden Parteien hätten vermitteln wollen.

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