Griechenland

Griechische Linksextremisten bekennen sich zu Paketbomben

Die griechische Polizei mit einem Tatverdächtigen (Archiv)

Die griechische Polizei mit einem Tatverdächtigen (Archiv)

Die griechische linksextremistische Untergrundorganisation «Verschwörung der Feuerzellen» hat sich dazu bekannt, Anfang November eine Serie von Paketbomben verschickt zu haben. Das Bekennerschreiben wurde am Donnerstag im Internet verbreitet.

Die insgesamt 14 Paketbomben waren unter anderem an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, an Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy und Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi gerichtet. Auch mehrere Botschaften in Athen erhielten Sprengsätze zugeschickt, darunter diejenige der Schweiz.

In Athen nahm die Polizei noch während der Bombenserie zwei Tatverdächtige fest. Die Männer im Alter von 22 und 24 Jahren hatten bei ihrer Festnahme zwei Paketbomben bei sich.

Der Verfasser der Erklärung bekräftigte nun, die Tatsache, dass die Polizei mehrere Mitglieder der Organisation festgenommen habe, werde sie nicht daran hindern, weitere Anschläge zu verüben.

Die griechische Polizei, die von Anfang an die "Feuerzellen" im Verdacht hatte, prüft nun die Echtheit der ins Internet gestellten Selbstbezichtigung. Die Gruppe hat seit 2008 zahlreiche Sprengstoffanschläge in Griechenland verübt.

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