Berlin

Griechenland fordert neue EU-Sanktionsdrohungen gegen die Türkei

ARCHIV - Das türkische Forschungsschiff «Oruc Reis» (M) fährt in Begleitung türkischer Kriegsschiffe über das Mittelmeer (bestmögliche Qualität). Die Spannungen im Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer dauern an. Foto: -/IHA/AP/dpa

ARCHIV - Das türkische Forschungsschiff «Oruc Reis» (M) fährt in Begleitung türkischer Kriegsschiffe über das Mittelmeer (bestmögliche Qualität). Die Spannungen im Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer dauern an. Foto: -/IHA/AP/dpa

Im Streit um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer hat der griechische Aussenminister Nikos Dendias neue EU-Sanktionsdrohungen gegen die Türkei als unverzichtbar bezeichnet.

"Wir erachten das als eine absolute Notwendigkeit, um zu einer Deeskalation im Mittelmeer zu kommen", sagte der Grieche am Freitag am zweiten Tag eines EU-Aussenministertreffens in Berlin. Man erwarte mit grossem Interesse die Optionen, die der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell ankündigen wolle.

Die Frage des Umgangs der EU mit dem Konflikt um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer war am Freitag neben einer Debatte zu Russland eines der beiden Topthemen bei dem Aussenministertreffen. Der Streit hatte sich zuletzt wegen des Beginns einer neuen Erkundungsmission der Türkei zugespitzt. Die türkische Erdgassuche erfolgt in einem Gebiet, das Griechenland für sich beansprucht. Ankara argumentiert hingegen, dass das Gebiet zum türkischen Festlandsockel gehöre - auch wenn es nahe der griechischen Inseln Rhodos und Kastelorizo liegt. Einen ähnlichen Konflikt gibt es um die Insel Zypern, vor deren Küste schon reiche Erdgasvorkommen entdeckt wurden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1