Drohungen aus Nordkorea sind wahrlich nichts Aussergewöhnliches. Ausgefallen ist hingegen die Methode der Übermittlung, die der junge Diktator Kim Jong Un für seine neueste Warnung wählte: Ein Fax. Das meldete am Freitag das amerikanische Online-Magazin «Slate».

Methode aus der Steinzeit

Ein Fax - in Zeiten von E-Mail, SMS, Facebook und Twitter. Für die Generation Smartphone: Als Fax - eigentlich Telefax - bezeichnet man die «Übertragung eines Dokuments über das Telefonnetz oder per Funk» (Quelle: Wikipedia). Konkret legt man das zu übermittelnde Dokument in ein Gerät, wählt die Telefon- oder Faxnummer des Empfängers, drückt ein paar Knöpfe und schon rattert beim Empfänger eine Kopie des Dokuments aus einem ähnlichen Gerät.

Ein so altertümliches Mittel wählte also Kim Jong Un, um dem verhassten Nachbarn Südkorea mit einem «unangekündigten, gnadenlosen Angriff» zu drohen. Wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte, war das Fax an den Sicherheitsrat gerichtet.

Pjöngjang begründete seine Drohung damit, dass kürzlich bei Demonstrationen in Seoul Bilder von Kim Jong Un verbrannt worden seien. Der Süden reagierte umgehend: Man werde jeden Angriff des Nordens «entschieden bestrafen», hiess es im Antwortschreiben. Übermittelt wurde es - per Fax.

Wie Kim Jong Un allerdings den Süden «unangekündigt» angreifen will, wenn er zuvor ein Fax schickt, bleibt das Geheimnis des Diktators.