Sudan

Gewalt im Sudan am Roten Meer dauert an: 25 Tote bei Kämpfen

ARCHIV - Der ehemalige Präsident von Sudan, Omar al-Bashir. Foto: Burhan Ozbilici/AP/dpa

ARCHIV - Der ehemalige Präsident von Sudan, Omar al-Bashir. Foto: Burhan Ozbilici/AP/dpa

Nach weiterer Gewalt im Osten des Sudans ist die Zahl der Toten auf 25 gestiegen. Bei den Zusammenstössen zwischen Mitgliedern von Bevölkerungsgruppen in Port Sudan seien zudem insgesamt 87 Menschen verletzt worden, teilte ein Ärzteverband am Mittwoch mit.

Die Kämpfe brachen am Sonntag in der Hafenstadt Port Sudan aus, die an dem für den internationalen Handel wichtigen Roten Meer liegt. Wegen der Gewalt wurde in der Stadt, die zu den grössten des Landes gehört, ab Mittwoch eine komplette Ausgangssperre verhängt. Bürger dürfen den ganzen Tag lang das Haus nicht verlassen. Am Mittwoch sind auch Soldaten der Streitkräfte in Port Sudan angekommen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen gibt es schon lange, sie flammen immer wieder auf. Unter Präsident Omar al-Baschir, der das Land im Nordosten Afrikas 30 Jahre lang autokratisch regiert hatte, wurden die Konflikte oft mit Gewalt unterdrückt. Zudem wird Al-Baschirs Regierung vorgeworfen, bestimmte Gruppen unterstützt und diese mit Waffen versorgt zu haben.

Die Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen des Landes haben seit dem Sturz Al-Baschirs im April 2019 zugenommen, unter anderem weil die neue Übergangsregierung weniger autokratisch regiert. Seit diese die Regierungsgeschäfte übernommen hat, sind nach offiziellen Angaben landesweit mindestens 170 Menschen bei Gewalt zwischen Bevölkerungsgruppen getötet worden, die meisten davon in der Region Darfur im Westen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1