Eine Sprecherin des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums sagte daraufhin, die Situation werde vor dem Hintergrund "mehrerer Möglichkeiten" beobachtet, darunter auch "Gerüchte über gesundheitliche Probleme" Kims.

Da Pjöngjang aber keine offizielle Erklärung zur medialen Abwesenheit des Machthabers abgegeben habe, gebe es dazu weiter nichts zu sagen, fuhr die Ministeriumssprecherin fort. Inzwischen hat aber sogar das Staatsfernsehen des kommunistischen Staates ein „Unwohlsein“ des Machthabers eingeräumt, wie mehrere Medien berichten.

Gicht, Diabetes, Bluthochdruck

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap zitierte am Freitag eine Quelle, die anonym bleiben wollte, mit den Worten, Kim habe diverse Gesundheitsprobleme, darunter Gicht, Diabetes und Bluthochdruck. Einer weiteren Quelle zufolge liess sich ein nordkoreanisches Medizinerteam bereits in Deutschland und der Schweiz zu Kims Problemen beraten.

Kim war zuletzt Anfang September in der Öffentlichkeit gesehen worden, als er mit seiner Frau Ri Sol Ju ein Konzert in Pjöngjang besuchte. Bislang hatte er auch stets an den wenigen Parlamentssitzungen im Jahr teilgenommen.