Damals ermordeten die Nationalsozialisten die letzten 2900 Häftlinge in den Gaskammern. Die Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma sei eine "moralische Pflicht der gesamten Menschheitsfamilie", teilte der polnische Präsident Andrzej Duda mit, wie die Agentur PAP berichtete.

Die ungarische Holocaust-Überlebende Eva Fahidi, eine Zeitzeugin der SS-Vernichtungsaktion, sagte demnach: "Die Menschen haben gewusst, dass sie von den Baracken ins Gas gebracht wurden. Sie haben geschrien, geflucht und gebetet. Die SS-Männer hetzten Hunde auf sie."

An der Gedenkfeier nahmen neben ehemaligen Häftlingen auch Vertreter der Sinti und Roma aus zahlreichen Ländern sowie Politiker, Diplomaten und Jugendliche teil.

Unter den Ehrengästen war der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson, der sich einem weltweiten Appell für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie und gegen Rassismus anschloss. "Durch den Holocaust an den Sinti und Roma haben wir in das Angesicht des Bösen geblickt", teilte der Baptistenpastor mit. Insgesamt wurden rund 5000'000 Roma und Sinti während des Porajmos genannten Völkermords getötet.