Libyen

Gaddafi bewaffnet offenbar regimetreue Zivilpersonen

Ein Mann in Libyen mit einem automatischen Maschinengewehr (Symbolbild)

Ein Mann in Libyen mit einem automatischen Maschinengewehr (Symbolbild)

Der libysche Machthaber Muammar al Gaddafi lässt nach Angaben von Einwohnern in Tripolis regimetreue Zivilisten bewaffnen, um gegen Demonstranten vorzugehen. In den Strassen der Hauptstadt patrouillierten zahlreiche Zivilpersonen.

Dies berichteten Einwohner am Samstag telefonisch. Die Bürgermiliz solle Kontrollstellen errichten und gegen Regierungsgegner vorgehen.

Gaddafi hatte am Freitag angekündigt, die Waffendepots zu öffnen, «sodass alle Libyer und Stämme bewaffnet werden». Während einer Rede in Tripolis rief er Anhänger auf, die Demonstranten zu bekämpfen und «die Nation zu verteidigen».

Berlusconi distanziert sich von Gaddafi

Während Gaddafi alle Mittel einsetzt um an der Macht zu bleiben, hat ihm nun mit Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi ein Verbündeter die Unterstützung entzogen.

Es sehe so aus, als ob Gaddafi die Situation in seinem Land nicht mehr im Griff habe, sagte Berlusconi am Samstag in Rom an einer Parteiveranstaltung.

Der bisherige Gaddafi-Verbündete rief dazu auf, mit gemeinsamen Kräften dem Blutbad ein Ende zu bereiten und das libyische Volk zu unterstützen. Was sich derzeit in Libyen und zuvor schon in Tunesien und Ägypten ereignete, habe niemand voraussehen können. (sda)

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