Frankreich

Frankreich will Schweizer besteuern, die in Frankreich ein Haus besitzen

Beine hochlagern in Südfrankreich (im Bild Nizza): Wer ein Haus in Frankreich besitzt, soll mächtig Steuern bezahlen

Beine hochlagern in Südfrankreich (im Bild Nizza): Wer ein Haus in Frankreich besitzt, soll mächtig Steuern bezahlen

Schweizer, die in Frankreich eine Immobilie ihr eigen nennen, fallen ab 2014 unter das französische Erbschaftssteuer-Regime. Sie sollen den Franzosen Steuern zahlen.

Schweizer, die in Frankreich eine Immobilie ihr eigen nennen, fallen ab 2014 unter das französische Erbschaftssteuer-Regime.

Dieses sieht für direkte Nachkommen der Erblasser drakonisch hohe Steuersätze von bis zu 45% vor. Eigentlich müssten Schweizer Hausbesitzer in Frankreich schon heute Erbschaftssteuern entrichten.

«Bis anhin haben Tausende von Schweizern die hohe Erbschaftssteuer in Frankreich relativ leicht und völlig legal vermeiden können, indem sie die französischen Immobilien über eine Immobiliengesellschaft kauften», sagt Steuerexperte Christian Lyk von der Firma Kendris der "NZZ am Sonntag".

Das sei nicht länger möglich.

Weil die Steuerfreigrenze für die Erbschaftssteuer in Frankreich unlängst auf nur noch 100 000 Euro gesenkt worden ist, werden viele Schweizer Hausbesitzer betroffen sein. Das Schweizer Parlament kann die neue Regelung noch abwenden: Es muss die Revision des bisher nur paraphierten Doppelbesteuerungs-Abkommens in Erbschaftsfragen mit Frankreich bewilligen.

Frankreich hat dieses der Schweiz unter Androhung der Kündigung des bisherigen Abkommens aufs Auge gedrückt. Auch die französische Vermögenssteuer wird für viele Schweizer mit einer Villa an der Côte d'Azur oder in der Provence zum Thema: Die Schwelle, ab der man in Frankreich Vermögenssteuern bezahlt, ist kürzlich deutlich gesenkt worden, auf noch 800 000 Euro.

Gleichzeitig hat das französische Parlament die Steuersätze erhöht.

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