Sehr wahrscheinlich seien die beiden Agenten zum Zeitpunkt des möglichen Verrats noch im Dienst gewesen, sagte Parly am Freitag dem Sender CNews. Inzwischen seien sie im Ruhestand.

Die Ex-Geheimdienstler werden verdächtigt, Informationen an eine ausländische Macht geliefert und damit die Grundinteressen Frankreichs verletzt zu haben, wie Justizkreise der dpa bestätigten.

Daneben sollen sie demnach Geheimhaltungsvorschriften verletzt haben. Einem von beiden wird zudem Anstiftung zum Verrat vorgeworfen. Das Ermittlungsverfahren gegen die ehemaligen Agenten läuft seit dem 22. Dezember 2017. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Von China rekrutiert?

Berichten der Zeitung "Le Monde" und des Senders TMC zufolge sollen die beiden von China rekrutiert worden sein, dafür gab es aber keine offizielle Bestätigung. Verteidigungsministerin Parly sagte, diese Informationen seien Teil des laufenden Ermittlungsverfahrens.

Auch gegen die Lebensgefährtin eines der Ex-Agenten wird ermittelt. Ihr wird Justizkreisen zufolge vorgeworfen, von dem mutmasslichen Verrat gewusst zu haben.

Laut Verteidigungsministerium gehörten die Agenten früher zum Auslandgeheimdienst DGSE. Der Dienst selbst habe "diese Machenschaften" aufgedeckt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Welche Informationen verraten wurden, blieb offen.