Weltjugendtag Madrid

Festnahmen und Verletzte beim Weltjugendtag

Bei heftigen Protsesten gegen den Papstbesuch am Weltjugendtag wurden gestern Abend elf Menschen verletzt und sieben festgenommen. Zum Protest hatten fast 140 Organisationen aufgrerufen.

Die Demonstranten hatten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, wobei elf Demonstranten verletzt wurden. Gemäss Polizeiangaben hatten sich am Abend rund 4000 Demonstranten unter einem Spruchband versammelt. Darauf war zu lesen: «Von meinen Steuern keinen Cent für den Papst». Wiederstand kam von Pilgern, die «es lebe der Papst» skandierten.

140 Organisationen riefen zum  Protest auf

Zu dem Protest aufgerufen hatten fast 140 Organisationen. Sie kritisieren konservative Ansichten des Papstes sowie die hohen Kosten des Weltjugendtags. Auch Mitglieder der «Indignados» («Empörten») Bewegung nahmen teil. Diese war entstanden als Reaktion auf die Wirtschaftskrise, die hohe Arbeitslosigkeit und den Sparkurs der spanischen Regierung.

Mir dem Mahnfinger an die Wirtschaft

Es muss sich für die Papst-Kritiker deshalb wie Hohn angehört haben, als der Papst heute bei seiner Ankunft zu einer Wirtschaftspolitik «im Sinne des Menschen» aufrief. Es müsse der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt stehen, sagte das römisch-katholische Kirchenoberhaupt. Die aktuelle Krise zeige, dass sich die Wirtschaft nicht an einem Maximum an Profit messen lassen dürfe, sondern auf den Schutz für alle Menschen ausgerichtet werden müsse.

Heute Abend wird Papst Benedikt XVI eine Zeremonie auf dem «Plaza de Cibeles» halten. Insgesamt wird er sich vier Tage in Spanien aufhalten.

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