Anschläge von Boston

FBI erschiesst Freund des Boston-Attentäters während Befragung

Ein Polizist der US-Bundespolizei hat einen 27-jährigen Bekannten des Boston-Attentäters Tamerlan Zarnajew während eines Verhörs erschossen. Der 27-Jährige sei plötzlich gewaltätig geworden, erklärte das FBI die Schiesserei.

Der Mann, der aus der russischen Unruheregion Tschetschenien stamme, sei plötzlich gewalttätig geworden. Der Polizist sei verletzt worden, erklärte das FBI.

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Der Getötete habe Verbindungen zu dem mutmasslichen Attentäter Tamerlan Zarnajew gehabt, der kurz nach dem Terroranschlag auf den Boston Marathon im April bei einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen worden war.

Der nun Erschossene werde aber nicht verdächtigt, selbst in den Anschlag verwickelt gewesen zu sein, hiess es. Ein Freund des Erschossenen sagte örtlichen Fernsehsendern, der 27-Jährige sei ein Freund Tamerlans - die beiden hätten gemeinsam Kampfsportarten praktiziert.

In Dreifachmord verwickelt

Der Fernsehsender NBC berichtete, dass der Erschossene gestanden habe, in einen brutalen Dreifachmord in der Bostoner Gegend vor zwei Jahren verwickelt gewesen zu sein. Auch Zarnajew war von der Polizei wegen des ungelösten Verbrechens ins Visier genommen worden.

Bei der Befragung in seinem Haus in Orlando habe der Mann plötzlich ein Messer gezückt und einen Beamten attackiert, berichtete NBC. Das FBI bestätigte diese Einzelheiten nicht und erklärte lediglich, dass einer der Ermittler bei der Auseinandersetzung "nicht lebensbedrohlich" verletzt worden sei.

Drei Tote nach Bombenanschlag

Bei dem Anschlag in Boston waren drei Menschen getötet und mehr als 250 verletzt worden. Ebenfalls tatverdächtig ist der 19-jährige Dschochar Zarnajew, der jüngere Bruder Tamerlans, der nach dem Attentat schwer verletzt festgenommen wurde. Er sitzt in Haft.

Dschochar Zarnajew hatte nach US-Medienberichten in einem Bekennerschreiben erklärt, der Terroranschlag sei eine Vergeltung für die US-Kriege im Irak und in Afghanistan.

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