Auf Rundflug abgestürzt

Familie aus der Schweiz stirbt bei Helikopterabsturz auf Hawaii

Bei dem Absturz eines Ausflugshelikopters über der US-Inselgruppe Hawaii am Donnerstag sind alle sieben Insassen ums Leben gekommen - darunter eine vierköpfige Familie aus der Schweiz. Dies teilte die Polizei von Kauai am Samstag (Ortszeit) mit.

Letzte Hoffnungen, jemanden lebend zu finden, hätten sich nach Wiederaufnahme der Bergungsarbeiten am Samstag zerschlagen, heisst es in einer Mitteilung der Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter. Neben dem Piloten kamen Flugdokumenten zufolge auch zwei US-Amerikanerinnen und die vierköpfige Familie aus der Schweiz ums Leben.

Bei den Schweizer Opfern handelt es sich nach Behördenangaben um eine 50-jährige Frau, einen 49 Jahre alten Mann sowie zwei Kinder im Alter von 13 und 10 Jahren. Die Autopsie der Leichen zur formellen Identifizierung der Opfer stand noch aus.

"Aus Daten- und Personenschutzgründen" konnte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag auf Anfrage noch keine Angaben zur Identität der Opfer machen. Das Konsulat in San Francisco stehe jedoch in engem Kontakt zu den lokalen Behörden, hiess es.

Die amerikanischen Touristinnen wurden als Amy Gannon (47) und ihre Tochter Jocelyn (13) aus Wisconsin identifiziert. Die Stadt Madison trauert um die Opfer. Amy Gannon hatte dort eine Non-Profit-Organisation mitgegründet, die Unternehmerinnen unterstützt. Sie hinterlässt ihren Mann Mike und ihren Sohn Aaron (16). Beide waren auf Hawaii zurückgeblieben.

Der 69-jährige Pilot Paul Matero war erfahren. Seit 12 Jahren flog er im Gebiet. Laut seinem Arbeitgeber hätte er im Juli pensioniert werden sollen. 

Hawaii (USA): Vierköpfige Familie aus der Schweiz stirbt bei Helikopterabsturz

Hawaii (USA): Vierköpfige Familie aus der Schweiz stirbt bei Helikopterabsturz

Bei der Familie handelt es sich um eine 50-jährige Frau, einen 49-jährigen Mann sowie zwei Kinder im Alter von 13 und 10 Jahren. Nebst der Familie aus der Schweiz sind laut US-Behörden zwei Amerikanerinnen sowie der Pilot unter den Opfern. Zum Helikopterabsturz kam es bereits am Donnerstag.

Schwer zugängliches Gelände

"Wir sprechen den Familien und Freunden der Opfer unser Beileid aus und beten für sie", wird der stellvertretende Polizeichef Bryson Ponce in der Mitteilung der Behörden zitiert. Die Polizei setze die Suche nach Hinweisen zum Absturz fort.

Die Maschine des Unternehmens Safari Helicopters war vom Besitzer als vermisst gemeldet worden, nachdem dieser am Donnerstag nicht zur vereinbarten Uhrzeit von einem Rundflug auf der Insel Kauai im Gebiet Na Pali zurückgekehrt war. Später stellte sich heraus, dass der Helikopter in einem bergigen und schwer zugänglichen Gebiet abgestürzt war. Das Wrack konnte erst nach einer 18-stündigen Suche gefunden werden.

Die Unglücksursache war auch am Samstag weiter unklar. An dem Bergungseinsatz, der durch Nebel und schlechte Sicht erschwert wurde, waren Kräfte der Polizei, Feuerwehr und Küstenwache beteiligt. Die Bergung wurde am Samstagnachmittag eingestellt.

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