Sie befanden sich in Burkina Faso, um die Kantine einer Schule einzuweihen.

Die beiden wurden im Restaurant "Cappuccino", getötet. "Es ist tragisch. Sie hatten viel für dieses Land getan", sagte David Bagnoud, Gemeindepräsident von Lens VS sowie Neffe von Lamon. Er bestätigte eine Information , die auf der Website der Walliser Zeitung "Le Nouvelliste" veröffentlicht wurde.

Bei dem Terror-Angriff auf ein Hotel und das Restaurant "Cappuccino" in Ouagadougou sind nach neuesten Angaben 28 Menschen ums Leben gekommen. Zehn davon waren Ausländer. 

Die Zahl der getöteten Personen ist laut Burkina Fasos Präsident  Roch Marc Christian Kaboré auf 28 gestiegen. Unter den Toten waren zwei Schweizer, sechs Kanadier, ein Niederländer und ein US-Amerikaner, wie die Aussenministerien der Herkunftsländer mitteilten. 

Der getötete 67-jährige Niederländer war laut Aussenministerium in Burkina Faso für eine Hilfsorganisation tätig. Der getötete US-Amerikaner war Medienberichten zufolge ein in Burkina Faso lebender Missionar.

Die Nationalitäten der übrigen Opfer blieben unklar. Präsident Roch Marc Christian Kaboré sagte in einer Rede an die Nation am Samstagabend, "wir werden siegreich aus dem Krieg hervorgehen, den (die Terroristen) unserem Volk und den anderen Staaten der Welt aufzwingen." Er ordnete eine dreitätige Staatstrauer an.

Zu dem Anschlag auf ein beliebtes Restaurant und ein Luxushotel in Ouagadougou hatte sich Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannt. Am Samstag sprachen die Behörden zunächst von 26 Toten.

Burkina Faso

Bei dem Angriff in der Hauptstadt des westafrikanischen Landes wurden zudem rund 30 Menschen verletzt. Wie der Innenminister am Samstag mitgeteilt hatte, wurden 176 Menschen gerettet. Zuvor hatte die Regierung die Zahl der Geretteten mit 126 angegeben.

Die Schule, deren Kantine die zwei Walliser Persönlichkeiten einweihten, wurde von der Organisation Yelen finanziert, die von Georgie Lamon gegründet worden war.

Burkhalter verurteilt Anschlag scharf

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am Samstagabend den Tod von zwei Schweizern, die sich im Restaurant "Cappuccino" befanden. Aussenminister Didier Burkhalter verurteilte die Anschläge aufs Schärfste und sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus, wie das EDA am Samstagabend weiter mitteilte.

Amateur-Video vom Attentat auf Hotel in Burkina Faso

Amateur-Video vom Attentat auf Hotel in Burkina Faso

"Wir verurteilen diesen terroristischen Akt aufs Schärfste. Gleichzeitig geht unser Dank an die Staaten, die zur Beendigung dieser Gewalttaten beigetragen haben. Wir verlangen, dass alles unternommen wird, um die Urheber dieser Attentate zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Unsere Gedanken sind in diesem Moment bei den Familien und Angehörigen der Opfer", wurde Burkhalter zitiert.

Das EDA steht im Kontakt mit den Angehörigen der Opfer und unterstützt sie im Rahmen des konsularischen Schutzes. Aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes machte das EDA keine näheren Angaben zur Identität der Getöteten.

Junge Täter

Zuvor hatte das französische Aussenministerium mitgeteilt, zwei Franzosen seien unter den Todesopfern im Restaurant. Compaoré zufolge wurden die Leichen von drei Angreifern identifiziert. Alle seien Männer. Sie seien "sehr jung" gewesen, "höchstens 26 Jahre alt".

Aus Sicherheitskreisen hatte es zuvor geheissen, es seien mindestens vier Terroristen an dem Angriff beteiligt gewesen, darunter zwei Frauen. Laut dem burkinischen Innenminister waren die Angreifer in Fahrzeugen gekommen, die im Nachbarland Niger registriert sind.

Ausser dem Restaurant "Cappuccino" hatten die Terroristen am Freitagabend das schräg gegenüber liegende Hotel "Splendid" angegriffen. Am Samstagmorgen beendeten Sicherheitskräfte den Angriff nach zwölf Stunden gewaltsam.

Am Freitag wurde zudem in Baraboulé im Norden von Burkina Faso ein australische Ehepaar von mutmasslichen Dschihadisten entführt. Der Arzt und seine Ehefrau leben nach Angaben eines Bewohners seit 1972 in der Stadt Djibo am Rande der Sahelzone.

Am Samstagmorgen wurde im Norden des Landes, unweit der malischen Grenze, zudem ein australisches Paar von mutmasslichen islamistischen Extremisten entführt. Der Arzt und seine Frau betrieben seit langem eine Klinik in der Region. Es war nicht klar, ob die Entführung im Zusammenhang mit den Anschlägen stand.