Uno-Klimakonferenz

EU verlangt Signal für höhere Klimaschutz-Ziele vom Klimagipfel

EU-Appell an der Klimakonferenz in Madrid: Vize-Kommissionschef Timmermans.

EU-Appell an der Klimakonferenz in Madrid: Vize-Kommissionschef Timmermans.

Die Vertreter der Europäischen Union haben an der Uno-Klimakonferenz in Madrid ein Bekenntnis der Staaten gefordert, ihre nationalen Ziele beim Klimaschutz zu erhöhen.

"Auf dieser Klimakonferenz müssen Regierungen ihre Entschlossenheit und ihre Bereitschaft zeigen, den Ehrgeiz zu steigern und beim Klimaschutz nachzulegen", sagte die Umweltministerin des derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden Finnland, Krista Mikkonen, am Dienstag. Sie stellte mit Vize-Kommissionspräsident Frans Timmermans im Plenum der knapp 200 Staaten die EU-Position vor. Diese Botschaft sei entscheidend für die Aussenwelt.

Timmermans sagte, 2020 werde ein Test sein, ob man in der Lage sei, die Verabredungen des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Im kommenden Jahr sollten alle Staaten ehrgeizigere nationale Klimaschutzpläne und Langfriststrategien vorlegen. "Die Europäische Union arbeitet hart daran, das zu tun", sagte er.

"Wir wollen die EU bis 2050 klimaneutral machen, und zwar auf eine Art und Weise, die die Klimastrategie zur neuen Wachstumsstrategie für Europa macht", sagte Timermans. Die EU-Staaten hofften, mit ihrem Beispiel für andere den Weg zu bereiten.

Am Mittwoch beraten EU-Kommission und EU-Parlament in Brüssel über den "Green Deal", mit dem Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die EU-Wirtschaft bis 2050 klimaneutral machen will. Das heisst, dass unter dem Strich keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen, weil verbleibende Emissionen technisch oder etwa durch Aufforstung ausgeglichen werden.

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