Sowohl Albanien als auch die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien hätten in der Vergangenheit wichtige Reformen vorgenommen und sich damit für diesen Schritt qualifiziert, erklärte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn der deutschen Zeitung "Welt" vom Donnerstag.

So habe Albanien "im Kampf gegen die organisierte Kriminalität eine Menge getan", sagte Hahn weiter. An den rechtsstaatlichen Bedenken der Kommission gegenüber der Türkei habe sich aber nichts geändert.

Hahn hatte vergangene Woche erklärt, die Staaten des Westbalkans müssten vor einem EU-Beitritt noch viel Arbeit leisten. Die Kommission hatte der Region Anfang Februar die Tür für einen Beitritt bis 2025 geöffnet.

Mit Serbien und Montenegro werden bereits Gespräche geführt. Daneben dürfen sich noch Mazedonien, Albanien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina Hoffnungen auf eine Mitgliedschaft machen. Ungarn, Österreich, Polen und Italien machen sich für eine baldige Aufnahme stark.