Konsumentenrechte

EU erschwert Internet-Abzockerei

In der EU werden "vorangeklickte Kästchen" verboten (Symbolbild)

In der EU werden "vorangeklickte Kästchen" verboten (Symbolbild)

Keine Abzocke mehr im Internet, kein böses Erwachen beim Blick auf die Telefonrechnung: Konsumenten in Europa bekommen mehr Rechte. Der EU-Ministerrat hat bei seinem Treffen am Montag in Luxemburg ein entsprechendes Gesetzespaket abgesegnet.

Das Europaparlament hatte bereits im Sommer zugestimmt. Ende 2013 bekommen Europas Konsumenten damit ihre neuen Rechte. Bis dahin müssen im Internet die "vorangeklickten Kästchen" zum Beispiel bei der Buchung von Flug- oder Zugtickets verschwinden.

Bislang erwerben Konsumenten - wegen solchen Voreinstellungen - häufig kostenpflichtige Reiseversicherungen, ohne dies ausdrücklich bestätigt zu haben. Ebenso soll vermieden werden, dass Konsumenten scheinbare Gratis-Angebote teuer bezahlen: So müssen sie künftig bei der Bestellung im Netz ein kostenpflichtiges Angebot aktiv per Klick bestätigen.

Ausserdem gilt von Ende 2013 an in der EU ein einheitliches Widerrufsrecht von 14 Tagen - ganz gleich ob im Internet, an der Haustür oder auf einer Kaffeefahrt eingekauft wird.

Ortstarif bei Kundengesprächen

Die neuen Richtlinien für Konsumenten versprechen, kein Schreck beim Blick auf die Telefonrechnung. Wer mit einem Kundendienst telefoniert, zahlt nur den Ortstarif - auch wenn der Händler eine teurere Telefonhotline zwischengeschaltet hat.

Der Verabschiedung der Konsumentenrichtlinie waren drei Jahre Verhandlungen vorausgegangen. Bislang hatte die EU mit Blick auf die Konsumenten nur Mindeststandards für die Länder festgelegt.

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