Merkel erklärte in der Nacht zu Freitag in Brüssel, sie habe beruflich nur ein Handy, das aber auf Konto der Partei laufe. «Für alle staatspolitischen relevanten Kommunikationen gibt es Festnetzleitungen, Kryptoleitungen, und wenn man nicht am Ort ist, auch Kryptohandys», betonte sie. Das bedeute, dass die staatspolitisch relevante Kommunikation von solchen Handys aus geführt werde und nicht mit ihrem Mobiltelefon.

Sie habe sich bereits 2005, also dem Jahr ihres Amtsantrittes, für eine Parteifinanzierung ihres Handys entschieden. Damit solle der Eindruck vermieden werden, sie würde Regierungsgelder für Parteikommunikation verwenden. «Ansonsten ist die Aufspaltung zwischen dem, was Partei- und Regierungshandel ist, oft sehr, sehr schwer zu treffen», sagte Merkel.

Merkel betonte, dass sie seit den Berichten über Abhöraktionen ihr Kommunikationsverhalten nicht geändert habe. «Ich habe eine ... konsistente Logik meiner Gespräche. Deshalb glaube ich, dass jeder, der mit mir redet, im Grundsatz immer das Gleiche hört.»(sda)

Abhörskandal: Hollande unterstützt Merkel

Abhörskandal: Hollande unterstützt Merkel