"Ich bin fest entschlossen, meinem Land zu dienen - genau wie meine afghanischen Brüder, die bereits ihren Dienst bei der Armee leisten", sagte die Absolventin Mari Scharifi. Die Frauen sollen allerdings nicht im Kampf gegen die Aufständischen an die Front geschickt, sondern vor allen Dingen in der Verwaltung eingesetzt werden.

Frauen hatten in den 1980er Jahren unter dem sowjetischen Besatzungsregime in der afghanischen Armee gedient. Während des Bürgerkriegs und der Herrschaft der radikal-islamischen Taliban zogen sie sich allerdings ab 1989 aus den Streitkräften zurück.

Der britische Ausbildungsoffizier bezeichnete seine weiblichen Schützlinge als gute und begeisterte Soldatinnen. "Sie sind alle scharf darauf, in der afghanischen Armee zu dienen", sagte der Kommandant der Militärschule, General David Peterson.

Afghanistan verfügt über etwa 300'000 Soldaten und Polizisten. Ausserdem sind rund 150'000 ausländische Soldaten im Land, um die Taliban zu bekämpfen. Ihre Verluste sind auf dem höchsten Stand seit dem Sturz der radikalen Sunniten im Jahr 2001.