Zu den Hauptforderungen gehört eine Modernisierung der Verfassung, die noch auf die Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet der Jahre 1973 bis 1990 zurückgeht. Die Veranstalter bezifferten die Zahl der Teilnehmer an der von ihnen "Marsch aller Märsche" genannten Demonstration mit 150'000.

Amtliche Teilnehmerzahlen lagen nicht vor. Beteiligt waren Unterstützer von Frauenrechten, Tier- und Umweltschützer, Vertreter von Homosexuellengruppen, Künstler, Behinderte, Indianer und Einwanderer.

Die Konföderation der Studierenden, die unter Bachelets konservativem Vorgänger Sebastián Piñera zehntausende Menschen für die Forderung nach einer kostenfreien Hochschulbildung auf die Strasse gebracht hatte, nahm an dem Marsch nicht teil. Auch Chiles grösster Gewerkschaftsbund CUT blieb der Demonstration fern.

Gegen Ende des friedlichen Umzugs gab es gewalttätige Zusammenstösse zwischen einigen vermummten und Steine werfenden Demonstranten und der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer ein.

Die 62-jährige Bachelet war schon einmal in den Jahren 2006 bis 2010 Präsidentin gewesen. Mitte Dezember wurde sie erneut gewählt. Sie amtiert seit dem 11. März.