Die Oberstufe der "Proton-M"-Trägerrakete habe den Satelliten vier Minuten zu früh ausgesetzt, wie die Raumfahrtagentur Roskosmos am Sonntag in Moskau mitteilte.

Eine Sonderkommission soll nun die Ursache des Fehlers untersuchen und Massnahmen erarbeiten, um den Raumflugkörper noch zu retten. Experten gehen nach russischen Medienberichten davon aus, dass der Satellit noch aus eigener Kraft sein Ziel erreichen kann. Fraglich sei dann nur, ob seine Treibstoffvorräte danach für die geplante Betriebszeit reichen.

Der 4,5 Tonnen schwere Satellit des Betreibers Gazprom Space Systems sollte Kunden vornehmlich in Russland, aber auch in West- und Mitteleuropa, dem Nahen Osten und Nordafrika mit modernen Dienstleistungen versorgen. Seine Lebensdauer wird mit 15 Jahren angegeben.

Die Panne erinnert an den Verlust von zwei Nachrichtensatelliten vor vier Monaten. Im August waren durch einen technischen Defekt in der Oberstufe einer russischen Proton-M-Trägerrakete ein russischer und ein indonesischer Satellit ausser Kontrolle geraten.