Athen

Erneuter Briefbombenalarm: Polizei sprengt Paketbombe an der französischen Botschaft

Die Briefbombenserie geht weiter: Die Französische Botschaft in Athen erhält heute Morgen ein verdächtiges Päckchen. Sprengstoffexperten machten das Paket mit einer kontrollierten Explosion unschädlich.

Die unbekannten Täter hatten als Absender das Erzbistum Athen angegeben, wie das griechische Fernsehen berichtete. Weitere verdächtige Päckchen wurden bei einem Kurierfirma im Athener Vorort Markopoulo entdeckt, wie aus Polizeikreisen verlautete.

Am Dienstag waren in der Schweizer und in der russischen Botschaft in Athen zwei Sprengsätze explodiert. Eine Sendung an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde in der Poststelle des Kanzleramtes in Berlin aufgehalten.

Am Mittwoch stoppte die griechische Regierung alle Post- und Paketsendungen ins Ausland für zwei Tage. Hinter den Taten wird die linksextremistische Untergrundorganisation «Verschwörung der Zellen vom Feuer» vermutet.

Total 13 Briefbomben

Insgesamt wurden am Montag und Dienstag in Griechenland 13 Briefbomben entdeckt, adressiert unter anderem an die deutsche Botschaft und sieben weitere diplomatische Vertretungen sowie an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Die Fahndung nach den Urhebern der Briefbombenserie dauerte heute mit unverminderter Intensität an. Wie das griechische Radio unter Berufung auf die Polizei berichtete, wurden in den zwei zuvor Tagen mehrere Wohnungen durchsucht - allerdings ohne Ergebnis.

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