Über Verletzte oder Schäden war zunächst nichts bekannt. Die Tsunami-Warnung, die neben Vanuatu für den Inselstaat Fidschi und die Inselgruppe Neukaledonien galt, wurde nach rund eineinhalb Stunden wieder aufgehoben.

Zunächst war die Stärke vom Geologischen Überwachungsinstitut der USA (USGS) mit 7,6 angegeben worden, später korrigierte es seine Angaben nach unten.

Das für den Pazifikraum zuständige Tsunami-Warnzentrum teilte mit, vor der Küste Vanuatu seien zum Teil 15 Zentimeter hohe Wellen gemessen worden. Vanuatu liegt im sogenannten pazifischen "Feuerring" mit zahlreichen Vulkanen, in denen Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen.

Das folgenschwerste Beben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 vor der indonesischen Insel Sumatra. Damals hatte ein durch ein Erdbeben der Stärke 9,2 ausgelöster Tsunami etwa 230'000 Menschen in den Tod gerissen, darunter mehrere tausend Touristen.

Die höchste Totenzahl mit 168'000 Opfern gab es damals in Indonesien. Die Flutwelle traf ein Dutzend Länder im Indischen Ozean, mehr als 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos.