Terror in Strassburg

Er sass in Basel im Gefängnis: Was wir über den mutmasslichen Täter wissen

1. Wer ist der Täter?

Der mutmassliche Angreifer ist nach Informationen lokaler Medien ein französischer Staatsbürger mit nordafrikanischen Wurzeln, geboren in Strassburg und 29 Jahre alt. 

Mehrere lokale Medien berichten, es handele sich um einen Mann namens Cherif C. Diese Information ist aber von offizieller Seite noch nicht bestätigt. Auch nicht bestätigt ist ein Fahndungsbild, dass in mehreren Medien gezeigt wird.

2. Was war seine Motivation? 

Ein terroristischer Hintergrund ist bislang explizit nicht bestätigt worden. Er sei für viele kriminelle Delikte polizeibekannt gewesen, sagte Laurent Nuñez, Staatssekretär im Innenministerium, in einer Pressekonferenz. Bisher sei er aber nicht mit Terrorismus in Verbindung gebracht worden. Französischen Behörden zufolge sei aber eine Radikalisierung während seiner Gefängnisaufenthalte festgestellt worden.

Mehrere französische Medien berichten, der mutmassliche Täter sei als Gefährder unter der sogenannten «fiche S»-Akte unter polizeilicher Beobachtung gestanden. 

3. Wie ist er entkommen? 

Mehreren französischen Medien zufolge floh der Schütze mit einem Taxi vom Weihnachtsmarkt. Er sei zuvor von einem Mitglied des Einsatzkommandos verwundet worden. 

Wo befindet er sich jetzt? 
Der Täter ist nach Informationen des Strassburger Bürgermeisters, Roland Ries, noch flüchtig. Die Bundespolizei kontrolliert mehrere Grenzübergänge von Deutschland nach Frankreich. Auch die Schweiz hat die Grenzkontrollen im Norden verstärkt. 

 
4. Was wissen wir noch? 

Der 29-Jährige wurde offenbar vom Amtsgericht Singen in Baden-Württemberg wegen schweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und war in Deutschland in Haft. Nach dem Verbüssen der Strafe wurde er laut dpa im Jahr 2017 nach Frankreich abgeschoben. Auch dort sei er bereits wegen Raubüberfällen verurteilt worden. Der französische «Figaro» nennt ihn einen «Bankräuber».

Noch am Morgen des mutmasslichen Anschlags habe die Polizei sein Wohnhaus wegen einer Ermittlung bezüglich eines Raubes und versuchten Mordes durchsucht und dabei Granaten gefunden. Sie haben den mutmasslichen Täter festnehmen wollen, er sei aber nicht vor Ort gewesen.

Informationen des «Blick» zufolge wurde der mutmassliche Täter auch in Basel wegen mehreren Einbrüchen zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt und sass davon ein Jahr und vier Monate ab. (tam)

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