International

«Er ist ein Rassist!» – So reagieren Trumps Widersacher auf die Amokläufe in den USA

Es war das blutigste Wochenende in den USA dieses Jahr: 29 Menschen kamen bei zwei Amokläufen ums Leben.

Es war das blutigste Wochenende in den USA dieses Jahr: 29 Menschen kamen bei zwei Amokläufen ums Leben.

Die USA blicken auf ein erschütterndes Wochenende zurück. Innerhalb von 24 Stunden kamen bei zwei Amokläufen 29 Menschen ums Leben. Trumps Widersacher sehen dessen Politik als Quelle des Übels.

Die USA stehen unter Schock. Bewaffnete Angreifer hatten binnen 24 Stunden an zwei verschiedenen Orten in den USA 29 Menschen erschossen. In einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt El Paso in Texas tötete ein Schütze am Samstag mindestens 20 Menschen, 26 weitere wurden verletzt. Der mutmassliche Täter ergab sich. Die Ermittler stufen den Fall als inländischen Terrorismus ein.

Die demokratischen Präsidentschaftskandidaten haben sich reihenweise gegen die Waffengewalt ausgesprochen. Der Demokrat Beto O'Rourke, der aus El Paso stammt, greift Trump am schärfsten an und bezeichnet den Präsidenten vor laufenden Kameras als Rassisten. Doch auch Trumps restliche Widersacher sehen dessen Politik als Zündschnur für rassistisch motivierte Taten.

Bernie Sanders

© Keystone

Elizabeth Warren

Julián Castro

© Keystone

Beto O'Rourke

Kamala Harris

© Keystone

Pete Buttigieg

© Keystone

Und was sagt Trump?

Trump hat den Menschen in den betroffenen Städten sein Mitgefühl ausgesprochen. Er wolle den Menschen in El Paso und Dayton kondolieren, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten. «Hass hat keinen Platz in unserem Land, und wir werden uns darum kümmern», fügte er hinzu.

Auf die Frage, ob er etwas gegen die Waffenprobleme im Land tun werde, sagte Trump, seine Regierung habe bereits viel getan. Aber vielleicht müsse noch mehr geschehen. Er habe mit US-Justizminister William Barr sowie mit Vertretern der US-Bundespolizei FBI und des Kongresses darüber gesprochen, wie man solche Gewalttaten verhindern könne, sagte Trump am Sonntag vor Reportern in Morristown im Bundesstaat New Jersey weiter.

Mindestens 30 Tote: Zwei Amokläufe erschüttern die USA – das sagt eine US-Amerikanerin aus der Schweiz

«Es wird noch lange gehen»: Das sagt eine US-Amerikanerin aus der Schweiz.

Er fügte hinzu, dass es bei Taten wie denen vom Wochenende auch um ein Problem psychischer Erkrankungen gehe. «Das sind Menschen, die sehr, sehr ernsthaft psychisch krank sind», erklärte Trump weiter. Der Republikaner kündigte zudem an, am Montag eine Stellungnahme abzugeben.

Mit Material von sda

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1