Bei der Suche nach der verschollenen malaysischen Passagiermaschine haben sich die Ermittlungen am Montag zunehmend auf die beiden Piloten konzentriert. Am Vortag hatte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein erklärt, dass die letzten Worte aus dem Cockpit gesprochen wurden, nachdem das Kommunikationssystem ACARS manuell abgeschaltet worden war.

Der Gruss "In Ordnung, gute Nacht" klingt ruhig, wer ihn gesprochen hat, ist unklar. Es wird aber angenommen, dass derjenige wusste, dass ACARS ausgeschaltet war.

14 Minuten nach ACARS wurde auch der Transponder ausgeschaltet, der automatisch Daten an die Flugkontrolle überträgt. Anschliessend verschwand die Maschine mit 239 Menschen an Bord von den zivilen Radarschirmen.

Auch die US-Geheimdienste haben offensichtlich die beiden Piloten im Visier. Das bestätigte der Vorsitzende des Heimatschutz-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, Michael McCaul, am Sonntag (Ortszeit) im Fernsehsender Fox News.

Nach allem, was er von ranghohen Vertretern der Geheimdienste und Anti-Terror-Experten wisse, "war irgendetwas mit dem Piloten", sagte McCaul. "Ich denke, all' das führt ins Cockpit, zu dem Piloten und dem Co-Piloten."

Am Samstag hatten malaysische Ermittler die Wohnungen des Flugkapitäns Zaharie Ahmad Shah und des Co-Piloten Fariq Abdul Hamid durchsucht, zugleich aber vor "voreiligen Schlüssen" gewarnt.

Das vermisste Flugzeug der Malaysian Airlines war vor gut einer Woche auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden, ohne dass zuvor ein Notruf abgesetzt wurde. Eine Flugzeugentführung oder Sabotage im Cockpit erscheint inzwischen immer wahrscheinlicher. (sda)