Stierkampf

Endlich hat die Tierquälerei ein Ende: Das Coronavirus schafft, was Tierschützern nie gelang

Tradition, die es zu erhalten gilt oder Tierquälerei? Das Stiertreiben in Pamplona.

Tradition, die es zu erhalten gilt oder Tierquälerei? Das Stiertreiben in Pamplona.

Stiertreiben und Stierkampf: Für die einen fester Bestandteil ihres Lebens. Für die anderen nur Tierquälerei. Dieses Jahr zumindest findet das Spektakel in Pamplona wegen des Coronavirus nicht statt.

Zum ersten Mal seit fast 100 Jahren findet in Pamplona heuer kein Stiertreiben durch die Gassen statt. Corona bewirkte, was Tierschützer sich schon lange wünschen: Die Suspendierung des achttägigen Stierspektakels, das üblicherweise Hunderttausende Besucher anzieht.

Eigentlich sollten gestern Früh die ersten Kampfstiere zur Stierkampfarena gehetzt werden. Doch dieses Jahr rennen weder Stiere noch «mozos» (wie die jungen Männer und Frauen auch heissen) durch die Gassen.

Für die Stiere endet die Hatz tödlich: Sie werden am Abend in der Arena mit Lanzenstichen verwundet und dann vom Torero mit dem Degen getötet. Im Laufe der Fiesta sterben jedes Jahr 48 Kampfbullen.

Tierschützer sehen in der Absage des Festes eine Chance, über ein weniger blutiges Stadtfest nachzudenken. Doch Bürgermeister Enrique Maya hat bereits klargemacht, dass 2021 wieder Stiere durch Pamplona rasen sollen.

Auch in anderen Städten mit Stierkampfarenen wie Madrid, Sevilla oder Valencia sind die Toreros wegen Corona seit Monaten arbeitslos. (ze)

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