Die Verdächtigen leiteten Unternehmen, die Aufträge für die Mailänder Expo im vergangenen Jahr erhalten hatten.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht ein Konsortium, das Aufträge für den Bau mehrerer Expo-Pavillons erhalten hat, berichteten die Ermittler. Den Leitern des Konsortiums werden gute Verbindungen zu einem Clan der Costa Nostra vorgeworfen.

Die in den Skandal verwickelten Unternehmer hatten ein System falscher Rechnungen zur Ansammlung von Schwarzgeldern aufgebaut. Das Geld wurde zum Grossteil auf Sizilien gewaschen.

Die Polizei führte Durchsuchungen in der Lombardei und auf Sizilien durch. Dabei wurden fünf Millionen Euro beschlagnahmt. Die dem Thema Ernährung gewidmete Expo hatte von Mai bis Oktober 2015 rund 20 Millionen Menschen nach Mailand gelockt.