Unter den Verletzten war auch der Pfarrer, wie die Polizei mitteilte. Der Sprengsatz war demnach im Deckengewölbe der Kapelle versteckt. Die Wucht der Detonation brachte einen Teil des Dachs zum Einsturz.

Zum Zeitpunkt des Anschlags am Samstag befanden sich nach Angaben des Pfarrers etwa 50 Gläubige in der Kirche, etliche weitere strömten gerade in das Gebäude. Ersten Ermittlungen zufolge wurde die Bombe möglicherweise mithilfe eines Mobiltelefons gezündet.

Über die möglichen Urheber des Angriffs wollte das Militär keine Angaben machen. Die Insel Jolo gilt jedoch als Hochburg der mit der Terrororganisation Al-Kaida verbundenen radikalislamischen Gruppierung Abu Sayyaf. Diese wird für zahlreiche Entführungen, darunter jene eines Schweizer IKRK-Delegierten Anfang 2009, und Anschläge mit vielen Todesopfern verantwortlich gemacht.