Pakistan

Elf Attentate überlebt: Pakistan trauert um einen Volksheld

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Der pakistanische Nationalheld und Politiker Afzal Khan Lala, der mehr als zehn Anschläge der Taliban überlebte, ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Der bekannte Paschtunen-Führer erlag einer Leberkrankheit.

Lala sei am Sonntag beigesetzt worden, nachdem er in einem Militärspital in der Stadt Rawalpindi gestorben sei. Der Paschtunen-Führer hatte sich den radikalislamischen Taliban widersetzt und sich trotz massiver Drohungen geweigert, seine Heimat im Swat-Tal zu verlassen.

Das Tal im Nordwesten Pakistans war 2007 nach einer blutigen Offensive in die Hände der Taliban gefallen. Lala hatte geschworen, eher sterben zu wollen als sein Dorf Matta zu verlassen, das damals das Zentrum der islamistischen Gruppe war.

Das erste Attentat hatte der Politiker der Awami-Partei im Jahr 2008 überlebt, als Taliban-Kämpfer das Feuer auf seinen Wagen eröffneten. Zehn weitere Anschläge auf sein Haus in Matta überlebte Lala ebenfalls. Auch als im Zuge einer Offensive der pakistanischen Armee Millionen Menschen aus dem Swat-Tal flohen, blieb Lala standhaft.

Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif lobte Lalas Dienste für die Demokratie, wie örtliche Medien berichten. Auch der afghanische Präsident Ashraf Ghani bekundete sein Bedauern über den Tod des pakistanischen Politikers. Für seinen Mut hatte Lala 2009 die höchste zivile Auszeichnung Pakistans erhalten. Er hinterlässt seine Frau, drei Söhne und drei Töchter.

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