Nach der am Donnerstag in Lausanne getroffenen Eckpunkte-Vereinbarung muss Teheran iranischen Medienberichten zufolge seinen Bestand an Zentrifugen von 19'000 um gut zwei Drittel auf 6000 zurückfahren.

Das Abkommen solle zehn Jahre lang gelten, meldeten iranische Medien kurz vor Beginn einer Medienkonferenz in Lausanne. Das Auswärtige Amt in Berlin, die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini und Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hatten zuvor über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, dass in Lausanne Eckpunkte für ein endgültiges Abkommen vereinbart worden seien.

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Mit den Zentrifugen kann Uran angereichert werden - zur Energiegewinnung, aber auch für Atomwaffen. Die Rahmenvereinbarung sehe auch 1000 Zentrifugen in der Anlage Fordo bei Ghom vor, berichteten iranische Medien. Diese sollten aber ausschliesslich zu Forschungszwecken genutzt werden.

Die Aussenminister der fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschlands und des Irans verhandelten seit dem Wochenende in Lausanne über ein Rahmenabkommen. Dies soll Teheran daran hindern, eine Atombombe zu bauen. Im Gegenzug sollen die vom Westen verhängten Sanktionen schrittweise aufgehoben werden. Die technischen Einzelheiten für das komplizierte Abkommen sollten bis Ende Juni vereinbart werden.