Kriminalität

Eine «Epidemie» von Angriffen – in Texas tötet ein Amokschütze vier Personen, über 20 verletzt

In der Stadt Odessa im US-Bundesstaat Texas hat sich am Samstag ein Schusswaffenangriff ereignet - es sind zahlreiche Opfer zu beklagen. (Symbolbild)

In der Stadt Odessa im US-Bundesstaat Texas hat sich am Samstag ein Schusswaffenangriff ereignet - es sind zahlreiche Opfer zu beklagen. (Symbolbild)

Im US-Bundesstaat Texas sind am Samstag vier Menschen durch einen herumfahrenden Amokschützen getötet und 21 weitere Personen verletzt worden. Der Täter sei kurz nach den Taten in den Städten Midland und Odessa durch Polizisten erschossen worden.

Dies schrieb die Polizei Midland via Facebook am Samstag (Ortszeit). Es gebe zudem keine Hinweise auf einen zweiten Täter, führte die zuständige Polizei am Samstagabend an eine Pressekonferenz weiter aus. Dies hatten die Sicherheitskräfte zunächst nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauerten aber noch an, erklärte die Polizei.

Über das Motiv des Schützen und die Hintergründe könne derzeit noch nichts gesagt werden, erklärte der Bürgermeister von Midland, Jerry Morales, gegenüber dem Fernsehsender CNN.

Polizisten verletzt

Medienberichten zufolge sind mindestens drei der Verletzten in einem kritischen Zustand. Unter den 21 Verletzten sollen auch drei Polizisten sein.

Der Zwischenfall habe mit einer normalen Verkehrskontrolle des Verdächtigen begonnen. Bei dem benutzten Fahrzeug habe es sich um einen gestohlenen Post-Transporter gehandelt.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Justizminister William Barr habe ihn über den Vorfall informiert. Die Bundespolizei FBI befasse sich mit dem Fall.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, verurteilte den Zwischenfall als "sinnlosen und feigen Angriff". Er werde nicht zulassen, dass Texas von "Hass und Gewalt" überzogen werde, erklärte er. Er werde morgen nach Odessa reisen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu verschaffen.

"Diese Epidemie muss beendet werden"

Der US-Politiker Reto O'Bourke, der sich als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei bewirbt, schrieb angesichts des erneuten Schusswaffenangriffs bei Twitter, "diese Epidemie" müsse beendet werden. Den Menschen in Texas, die einen solchen Angriff erneut ertragen müssten, sprach er seine Anteilnahme aus.

In den USA, wo Waffen in der Regel sehr leicht zu kaufen sind, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Schützen in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten auf Passanten feuern. Tausende Menschen sterben jedes Jahr infolge von Schusswaffengebrauch. Erst Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren ein regelrechtes Blutbad angerichtet. Insgesamt wurden 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Fälle in El Paso und Dayton befeuerten die seit Jahren anhaltende Debatte über das Waffenrecht in dem Land.

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