Vor ihm war Präsident Kenneth Kaunda 27 Jahre lang an der Macht gewesen. Chiluba hatte unter schweren Herzproblemen gelitten.

Der Sohn eines Minenarbeiters und einer Gewerkschaftsführerin, der von seinen Anhängern als "Schwarzer Moses" und "Befreier" gefeiert worden war, verstärkte nach seinem Amtsantritt zunächst Bürgerrechte und erhöhte die politische Freiheiten.

Doch später begann er, die Opposition zu unterdrücken und zog sich nach zwei Amtszeiten nur zögerlich aus dem Amt zurück.

Wegen Korruption verurteilt

Während seiner Amtszeit verkaufte Chiluba staatliche Firmen im kupferreichen Sambia an private Investoren, die Bevölkerung Sambias verarmte dennoch weiter. Nach dem Ende seiner Amtszeit wurde ihm mehrfach Korruption vorgeworfen. Vor einem Londoner Gericht wurde er 2007 auch verurteilt.

Eine besondere Antipathie verband Chiluba mit Staatsgründer Kaunda, der ihn 1981 ins Gefängnis werfen hatte lassen, weil er angeblich Streiks gegen die Regierung organisiert hatte. 1997 liess Chiluba seinerseits Kaunda festnehmen, dem er vorwarf, hinter einem Putschversuch gegen ihn gesteckt zu haben.