Coronavirus - Ecuador

Ecuador stellt wegen Corona-Pandemie hunderte Mediziner ein

In der ecuadorianischen Metropole Guayaquil kommt man kaum noch mit den zahlreichen Coronavirus-Toten zurecht - nun eilt die Zentralregierung aus Quito zu Hilfe.

In der ecuadorianischen Metropole Guayaquil kommt man kaum noch mit den zahlreichen Coronavirus-Toten zurecht - nun eilt die Zentralregierung aus Quito zu Hilfe.

Zur Bekämpfung der grassierenden Corona-Pandemie stellt Ecuador Hunderte neue Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger ein. Insgesamt würden 606 zusätzliche Mediziner angeheuert, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Ausserdem werden 99 Landärzte aus den Provinzen in die Millionenmetropole Guayaquil versetzt, die sich in den vergangenen Wochen zum Brennpunkt der Pandemie in dem südamerikanischen Land entwickelt hat.

Bisher haben sich in Ecuador 4450 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 242 Patienten starben, bei 240 weiteren besteht zumindest der Verdacht auf einen Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. Zuletzt räumte Präsident Lenín Moreno allerdings ein, dass die offiziellen Zahlen deutlich hinter den tatsächlichen Fällen zurückbleiben dürften.

In der Hafenstadt Guayaquil hatten sich zuletzt dramatische Szenen abgespielt. Weil die Bestattungsunternehmen wegen der weitgehenden Ausgangssperre kaum ihrer Arbeit nachgehen konnten, blieben Tote tagelang in ihren Wohnungen liegen, die Leichenhallen der Spitäler waren überfüllt und selbst auf den Strassen wurden Leichen abgelegt.

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