Mali

Dutzende Tote und Massengeiselnahme im Norden Malis

Mitglieder der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (Archiv)

Mitglieder der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (Archiv)

Bei Gefechten zwischen der malischen Armee und aufständischen Tuareg sind im Nordosten Malis am Samstag nach Regierungsangaben 36 Menschen getötet worden, darunter 8 Soldaten. Die Auseinandersetzungen fanden während eines Besuchs von Regierungschef Moussa Mara statt.

Die Extremistengruppe Nationale Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) der Tuareg habe zudem in Kidal rund 30 Mitarbeiter der Regierung als Geiseln genommen, teilte das Verteidigungsministerium in Bamako am Sonntag mit. Bei den Kämpfen wurden zudem 25 Soldaten und 62 Aufständische verletzt.

Die Armee habe in Kidal alle von den Aufständischen besetzten Gebäude mit Ausnahme des Gouverneurssitzes unter ihre Kontrolle gebracht. Dort hielten die MNLA-Rebellen die Geiseln fest.

Mara ist seit April Regierungschef. Er bereiste in diesen Tagen erstmals den Norden des Landes, in dem es seit Januar 2013 schwere Gefechte gab.

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