Wie die Zeitung "Reforma" am Samstag unter Berufung auf Behörden berichtete, distanzierte sich das Kartell in den Texten von allen kriminellen Handlungen, die ihm vorgeworfen werden. Stattdessen beschuldigte "La Familia" die Staatsanwaltschaft, die Verbrechen zu inszenieren.

Seit etwa Anfang Dezember versucht die mexikanische Regierung in einer gross angelegten Operation, das Kartell zu schwächen. Dabei wurde auch der mutmassliche Chef der Organisation, Nazario Moreno González, getötet, der den Beinamen "El Chayo" (Die Stachelgurke) trug.

In Mexiko gibt es etwa sieben grössere Drogenkartelle. Im Kampf des Staates gegen die brutalen Banden, bei dem auch das Militär eingesetzt wird, sind seit 2006 bereits über 30'000 Menschen getötet worden. Allein in diesem Jahr starben nach Behördenangaben bis Ende November mehr als 12'400 Menschen.