Nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd handelt es sich um eine Frau, die zurzeit eine sechsmonatige Haftstrafe wegen Betrugs absitzt. Sie sei Mutter von vier lebenden Kindern, von denen eins erst kürzlich während der Haft in der Justizvollzugsanstalt zur Welt kam.

Weil die Frau einen Kontakt mit dem Kind ablehnte, sei es inzwischen in einer Pflegefamilie untergebracht worden. Die Frau befand sich vor dem Fund der Babyleichen im offenen Strafvollzug, ist jetzt aber wieder im geschlossenen Vollzug untergebracht. Wie es hiess, hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen sie beantragt.

Erst Anfang März war eine 33-Jährige aus dem mittelhessischen Villmar wegen der Tötung ihrer drei Säuglinge zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte gestanden, zwischen 2004 und 2009 ihre nur wenige Wochen alten Babys mit einem Tuch erstickt zu haben. Ärzte hatten bei den ersten beiden Kindern plötzlichen Kindstod diagnostiziert und dann Verdacht geschöpft.