Dieser war zuletzt nach einer öffentlichen Beschimpfung von Kremlchef Wladimir Putin in die Kritik geraten. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hatte daraufhin die Kontakte mit Deschtschiza abgebrochen.

Der neue prowestliche Präsident Petro Poroschenko hatte Klimkin, der am 25. Dezember 1967 in der russischen Stadt Kursk geboren wurde, zuvor als Chefdiplomaten vorgeschlagen. Das Parlament stimmte mit grosser Mehrheit für die Personalie.

Angeblich Panzer aufgefahren

Im Osten der Ukraine lieferten sich prorussische Separatisten und Regierungssoldaten schwere Kämpfe. Es gebe Berichte, dass auf beiden Seiten Panzer in Stellung gebracht worden seien, verlautete aus dem ukrainischen Militär.

Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. "Da tobt eine schwere Schlacht, die in ihrem Ausmass alles übertrifft, was es bisher gab", sagte ein Militärvertreter. Am frühen Morgen sei es nahe der Stadt Krasni Liman zu schweren Kämpfen gekommen.

Die Stadt war seit Anfang des Monats unter Kontrolle der Regierungstruppen. Separatisten in der Region hätten versucht, durch die Absperrungen der Soldaten zu brechen. An den Kämpfen könnten bis zu 4000 Separatisten beteiligt sein, sagte der Militärvertreter. Auf beiden Seiten würden gepanzerte Fahrzeuge, möglicherweise sogar Panzer, eingesetzt.

Russland verstärkt Truppen an Grenze

Angesichts der Kämpfe begann Russland mit einem neuen Truppenaufmarsch im Grenzgebiet zur Ukraine. "Ich kann bestätigen, dass wir eine neue russische Militärpräsenz sehen, mindestens mehrere Tausend zusätzlicher russischer Soldaten in der Nähe der Grenzen der Ukraine", sagte NATO-Generalsekretär Ander Fogh Rasmussen in London.

Es gebe ausserdem russische Manöver in der unmittelbaren Nachbarschaft der Ukraine. "Wenn sie dort eingesetzt würden, um die Grenze zu schliessen und den Strom von Waffen und Kämpfern (in die Ukraine) zu stoppen, dann wäre das ein positiver Schritt", sagte Rasmussen. "Aber das ist nicht das, was wir sehen."

Russland hat bestätigte den Aufmarsch seiner Truppen. Es gehe um eine Sicherheitsmassnahme, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Moskau. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Moskauer Staatsduma, Wladimir Komojedow, sagte jedoch, es gebe keine Pläne für einen Einmarsch in die Ukraine.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilte derweil mit, dass sie erstmals Kontakt zu den seit rund drei Wochen in der Ostukraine verschleppten Beobachterteams habe. "Sie sind okay und nicht verletzt", sagte der Sprecher der OSZE-Mission in Kiew, Michael Bociurkiw, der Nachrichtenagentur dpa.