Nordkorea

Diktator Kim soll seinen Onkel den Hunden zum Frass vorgeworfen haben

Nordkoreas Diktator Kim bei seiner Neujahrsansprache, schon mehrere Wochen nach der brutalen Hinrichtung.

Nordkoreas Diktator Kim bei seiner Neujahrsansprache, schon mehrere Wochen nach der brutalen Hinrichtung.

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un liess seinen Onkel hinrichten. Eine chinesische Zeitung berichtet nun, dass das Staatsoberhaupt seinen Onkel nicht habe erschiessen lassen, sondern nackt hungrigen Hunden zum Frass vorgeworfen hat.

Kim Jong Un soll seinen Onkel Jang Song Thaek (†67) mit fünf Vertrauten 120 Hunden buchstäblich zum Frass vorgeworfen haben. Die chinesische Zeitung «Wen Wei Po», ein Staatsorgan, habe detailliert über die Hinrichtung von Anfang Dezember 2013 berichtet. Das wiederum schreibt «The Straits Times» aus Singapur.

Die zum Tode verurteilten wurden demnach angeblich in einen Käfig gesperrt, dann wurden die Hunde, die drei Tage nichts zu fressen bekommen hatten, hinein gelassen. Gemäss der Darstellung sah Kim Jong Un selbst zu. Der Todeskampf habe über eine Stunde gedauert. Die Hunde sollen die sechs Männer nicht nur getötet, sondern auch vollständig verzehrt haben.

Zudem heisst es, diese Art von Hinrichtung ist in Nordkorea kein Einzellfall. «Quan Jue» (Hinrichtung durch Hunde) werde sie genannt.

Wegen Hochverrats angeklagt

Kim Jong Un hatte seinem Onkel Jang Song Thaek Verrat und Korruption vorgeworfen. Kurz nach der Verurteilung wegen Hochverrats wurde er hingerichtet. Jang, der ehemals zweitmächtigste Mann im kommunistischen Staat, wurde unter anderem Fraktionsbildung, Korruption, Verschwendung von Devisen sowie Ausverkauf von Rohstoffen an China zur Last gelegt.

Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA hatte damals mitgeteilt, das Militärgericht habe Jang wegen Umsturzplänen zum Tode verurteilt. Das Urteil sei umgehend vollstreckt worden.

Jang habe das Ziel gehabt, «die oberste Macht unserer Partei und unseres Staates an sich zu reissen», so die Agentur. Jang habe das Vertrauen Kim Jong Uns und von dessen Vater Kim Jong Il, dem vorherigen Staatsoberhaupt, missbraucht. Die Agentur bezeichnete Jang als «verabscheuungswürdigen menschlichen Abschaum» und als «schlimmer als ein Hund».

In seiner Neujahrsansprache der rund 30-jährige Diktator von der Beseitigung «sektiererischen Schmutzes», und er nannte die politische Säuberung als «resolute Aktion».

Das Zerwürfnis respektive die Hinrichtung von Jang Song Thaek kam überraschend, galt er doch als Förderer seines Neffen und graue Eminenz des Regimes. (pz)

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