Die Flüchtlingskrise, das zeigt schon der Begriff, bringt die betroffenen europäischen Staaten an ihre Belastungsgrenze und bedroht zunehmend den Zusammenhalt in der EU.

Die erste Grafik zeigt die Flüchtlingsströme nach Europa seit 2012. Jeder sich bewegende Punkt repräsentiert 25 Flüchtlinge und entspricht rund einem Personenbus. Durch Anwählen eines bestimmten Landes werden die entsprechenden Flüchtlingsströme aus dem Herkunftsland in die Zielländer dargestellt. 

Die Linien-Grafik (Nummer zwei) zeigt die gesamte Anzahl der Flüchtlinge pro Herkunftsland. Durch das Verschieben der Zeitachse kann die Gesamtzahl der Flüchtlinge für einzelne Zeitpunkte seit Januar 2012 bis September 2015 dargestellt werden.

Auch das zeigt die Grafik: Die nach UNO-Schätzungen rund eine halbe Million syrischen Flüchtlinge, die zwischen April 2011 und September 2015 in Europa Asyl suchten, hätten dicht aneinander gedrängt auf 8 Fussballfeldern Platz.

Im Gegensatz dazu würden die vier Millionen syrischen Flüchtlinge, die in den umliegenden Ländern und Nordafrika zum grössten Teil in grenznahen Lagern Zuflucht fanden, nicht weniger als 59 Fussballfelder füllen.

Infografik: Flüchtlingsströme

Diese eindrückliche animierte Grafik, die auf Daten des UNO-Flüchtlingskommissariats UNHCR beruht, zeigt im Überblick und im Detail, woher die Menschen kommen und wohin sie gehen. Seit Anfang 2012 ist der Strom stark angeschwollen – zugleich hat er sich vom zentralen Mittelmeer immer mehr nach Osten auf die Balkanroute verlagert.

Nur ein kleiner Teil kommt nach Europa

Trotz der grossen Probleme, die mit der Massen-Migration nach Europa verbunden sind, darf nicht vergessen werden, dass es der bei weitem grösste Teil der Flüchtlinge gar nicht erst bis nach Europa schafft.

(dhr)

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