Als Teil-Etappe wird darin genannt, dass ab 2015 so gut wie keine Babies mehr mit dem HIV-Virus geboren werden sollen. Clinton äusserte sich im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am Samstag.

Die wissenschaftlichen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte und ihre erfolgreiche Nutzung bei der Behandlung von HIV-Positiven habe es der Welt ermöglicht, im Kampf gegen die Verbreitung der Immunschwächekrankheit einen Wendepunkt zu erreichen, heisst es in Clintons Papier.

Mit antiretroviralen Medikamenten könne erreicht werden, dass HIV-positive Mütter ihre ungeborenen Kinder nicht infizierten, ebenso wenig wie stillende Mütter ihre Neugeborenen.

Optimale Behandlung sicherstellen

Derzeit sterben rund 1,7 Millionen Menschen jährlich an Aids und den Folgeerkrankungen. Neuinfektionen mit dem Aids-erregenden HI-Virus sind innerhalb eines Jahrzehnts um 19 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Aids-Toten ist seit dem Jahr 2005 um 26 Prozent gesunken.

Um die Wende im Kampf gegen Aids zu schaffen, müsse zunächst erreicht werden, dass jedes Jahr mehr Patienten in die Behandlung mit optimalen Medikamenten kämen als sich neu infizierten, erklärte Clinton.

"Wir werden die Pandemie dann überwinden und eine Generation ohne Aids gelangt in Sichtweite." Sie räumte aber zugleich ein, dass der Bereich der globalen Gesundheit voller grandioser Pläne sei, die dann am Ende nicht funktioniert hätten.

Noch immer viele Kinder infiziert

Der US-Global-Aids-Koordinator Eric Goosby sagte allerdings, derzeit würden jährlich noch rund 390'000 Kinder mit dem HI-Virus geboren, vor allem in Staaten in Afrika südlich der Sahara. Wenn Mütter eine Kombinationsbehandlung mit drei Medikamenten befolgten, sinke das Risiko der Übertragung auf ein Ungeborenes auf zwei Prozent.

Goosby äusserte die Hoffnung, die Zahl der Neugeborenen mit HIV-Infektion könne im Jahr 2015 auf unter 40'000 gesenkt werden.

Ihren Plan für eine "Generation ohne Aids" stellte Clinton Ende Juli auf der Welt-Aids-Konferenz in Washington vor, die erstmals seit 1990 wieder in den USA stattfand. Damals sagte sie weitere Finanzhilfen der USA in Höhe von 150 Millionen Dollar für den Kampf gegen Aids zu.