Friedensnobelpreis 2015

Die tunesische Gruppe «Nationales Dialog Quartett» gewinnt den Nobelpreis

Hussein Abassi

Hussein Abassi

Im Zuge des Arabischen Frühlings hat sich die tunesische Dialoggruppe für mehr Demokratie in ihrem Land bemüht. Dafür erhalten sie den mit 8 Millionen Schwedische Kronen dotierten Preis.

Der Friedensnobelpreis 2015 geht an das tunesische nationale Dialogquartett. Das Quartett besteht aus dem Gewerkschaftsverband, dem Arbeitgeberverband, der tunesischen Menschenrechtsliga und der Anwaltskammer.

Das Nobel-Komitee äusserte seine Hoffnung, dass der Nobelpreis Tunesiens Weg zur Demokratie sichern werde. Der Preis solle aber auch "Ansporn für alle sein, die Frieden und Demokratie im Nahen Osten, Nordafrika und im Rest der Welt voranbringen wollen".

Der Preis werde für die Bemühungen um eine pluralistische Demokratie in Tunesien im Zuge des Arabischen Frühlings vergeben.

Der Friedensnobelpreis ist mit 8 Millionen schwedischen Kronen (etwa 850.000 Euro) dotiert und wird – anders als die anderen Nobelpreise – nicht in Stockholm, sondern in der norwegischen Hauptstadt Oslo bekanntgegeben.

Im vergangenen Jahr hatten die junge Pakistanerin Malala Yousafzai und der Inder Kailash Satyarthi für ihren Einsatz für Kinderrechte den Preis erhalten. Weitere berühmte Träger des Preises waren bisher folgende Persönlichkeiten: Nelson Mandela (1993), Barack Obama (2009), Mutter Teresa (1979) und Albert Schweitzer (1952).

Verliehen werden alle Preise am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

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