Das Verteidigungsministerium in London erklärte am Sonntag, die letzten britischen Soldaten hätten nun das Land verlassen. Grossbritannien hatte den Abzug aus dem Irak formell im Juli 2009 abgeschlossen. Seither hatte es sich jedoch noch an einem Ausbildungsprogramm für die irakische Marine beteiligt.

Grossbritannien habe viele Opfer gebracht, um den Irak zu stabilisieren, sagte der irakische Aussenminister Hoschjar Sebari. Zum Beginn der US-geführten Invasion zum Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein hatte Grossbritannien als wichtigster Verbündeter der USA im März und April 2003 rund 46'000 Soldaten eingesetzt. Insgesamt starben 179 britische Soldaten im Irak.

Etliche Tote bei Anschlagsserie

Bei einer Serie von Anschlägen im Irak kamen mindestens 18 Menschen ums Leben. Mindestens 80 weitere Menschen wurden bei Bombenexplosionen und einem Selbstmordanschlag in Bagdad und der nahe gelegenen Stadt Tadschi am Sonntagmorgen verletzt, wie ein Sprecher des Innenministeriums sagte.

Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich in Tadschi nördlich von Bagdad: Dort starben mindestens acht Polizisten und vier Zivilisten, als sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Die Beamten waren zum Schauplatz eines Autobombenanschlags geeilt, als sich ein Selbstmordattentäter neben ihnen in die Luft sprengte.

In mehreren Stadtteilen von Bagdad starben den Angaben zufolge sechs Menschen durch zahlreiche Autobomben und Sprengsätze. Es war unklar, ob es sich bei der Anschlagsserie um eine koordinierte Aktion handelte.