Deutschland

Die «Kameltreiber»-Rede gegen Türken war zu viel: AfD-Poggenburg tritt von Ämtern zurück

André Poggenburgs Rede zum politischen Aschermittwoch. Ab Minute 8:30 holt er zum rassistischen Schlag gegen die türkische Gemeinde in Deutschland aus.

André Poggenburgs Rede zum politischen Aschermittwoch. Ab Minute 8:30 holt er zum rassistischen Schlag gegen die türkische Gemeinde in Deutschland aus.

Der Partei- und Fraktionschef der AfD im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, tritt von beiden Ämtern zurück. Dies habe Poggenburg gegenüber der Landtagsfraktion in der vergangenen Woche angekündigt, teilte die Fraktion am Donnerstag in Magdeburg mit.

Poggenburg war zuletzt nach einer Rede zum politischen Aschermittwoch, in der er die türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" bezeichnet hatte, in die Kritik geraten.

Poggenburg wolle Ende März sein Amt als Fraktionschef im Magdeburger Landtag abgeben, erklärte die Fraktion. Seine Entscheidung auch zum Rücktritt vom Landesvorsitz habe er damit begründet, "Druck von Fraktion und Partei" nehmen zu wollen.

Presseberichte, wonach es in der Landtagsfraktion Rücktrittsforderuzngen und einen Abwahlantrag gegeben habe, wies die Fraktion in einer Erklärung zurück. Es habe "eine ausführliche Diskussion" mit Poggenburg zur Aschermittwochsrede gegeben.

Der Bundesvorstand der AfD hatte Poggenburg wegen der Rede abgemahnt. Er selbst wies die Kritik an seinen Äusserungen als "Stimmungsmache" zurück.

In den vergangenen Monaten hatte es in der Magdeburger AfD-Fraktion wiederholt Machtkämpfe und interne Querelen gegeben. Drei Abgeordnete traten im vergangenen Jahr aus der Landtagsfraktion aus und begründeten dies unter anderem mit einem "Rechtsruck".

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