Wer will, kann sich die Nacht um die Ohren schlagen: Die britischen TV-Stationen BBC1, ITV1 und Sky News übertragen natürlich live, ebenso CNN international.

Hier ein ungefährer Zeitplan (alle Angaben in Schweizer Zeit) und eine Einschätzung, was die Ergebnisse bedeuten könnten:

23 Uhr: Die Urnen schliessen

1.30 Uhr: Aus Sunderland in Nordostengland kommen bei Parlamentswahlen in der Regel die ersten Ergebnisse. Das dürfte auch im Fall des Referendums so sein. Es wird mit einer Zustimmung von 55 bis 60 Prozent zum Austritt aus der EU gerechnet. Fällt das „Out“-Votum geringer aus, können sich die Anhänger der „Bremain“-Kampagne schon ein erstes Mal freuen.

1.45 Uhr: Die Ergebnisse aus der City of London sollten eintreffen. Sie gilt als Hochburg der EU-Befürworter. Überhaupt wird damit gerechnet, dass die EU-Anhänger in den ersten Stunden die Nase vorn haben. Sollte es anders sein, haben die EU-Freunde bereits ein Problem.

Jenny Watson ist die Abstimmungsleiterin. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Sie wird auch als erste das Ergebnis kennen: Brexit oder Bremain? Austritt oder Verbleib? Die 52-Jährige wird das Ergebnis am Freitagmorgen im Rathaus von Manchester verkünden.

Auf diese Frau kommt es an: Jenny Watson

Jenny Watson ist die Abstimmungsleiterin. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Sie wird auch als erste das Ergebnis kennen: Brexit oder Bremain? Austritt oder Verbleib? Die 52-Jährige wird das Ergebnis am Freitagmorgen im Rathaus von Manchester verkünden.

2 Uhr: Resultate von Gibraltar und den Scilly-Inseln vor der Südwestspitze Grossbritanniens werden erwartet. Auch hier ist von einem „Bremain“-Votum auszugehen. In Swindon in der Grafschaft Wilshire im Südwesten hoffen dagegen die Brexit-Anhäger auf einen Erfolg. Allerdings ist denkbar, dass gerade hier die zahlreichen jungen und gut verdienenden Wähler für den Verbleib in der EU stimmen und letztlich den Ausschlag geben.

In den Städten Salford, Stockport, Hartlepool und Merthyr Tydfil wird mit einem Sieg der Brexit-Befürworter gerechnet.

Gleichzeitig ist auch mit ersten Ergebnissen aus Nordirland, namentlich aus Belfast zu rechnen. Die Nordiren sind traditionell EU-freundlich.

3 Uhr: Es wird spannend. Westminster, Wandsworth, Ealing und Oxford gelten als EU-freundlich, da hier viele junge und gut ausgebildete Wähler leben.

Zugleich dürften langsam die Ergebnisse aus vielen schottischen Gegenden eintrudeln. Schottland gilt als Hochburg der EU-Befürworter. Fällt die Zustimmung zum Verbleib in der EU in Bezirken wie East Ayrshire, Angus, North Ayrshire oder Clackmannanshire geringer als erwartet aus, muss Premier David Cameron sich langsam Sorgen machen.

Gemäss einer Analyse von JP Morgan sollte das Bremain-Lager bis zu diesem Zeitpunkt vorne liegen, selbst wenn am Ende ein Nein zur EU herausschaut. Sollten die Zustimmung zum Brexit dann bei 40 bis 45 Prozent liegen, ist eher von einem Nein zum Austritt auszugehen. Liegen die Brexit-Anhänger bei 45 bis 50 Prozent dürfte es sehr, sehr eng werden. Liegt die Zustimmung zum Brexit sogar noch höher, dürfte es eine gute Nacht werden für Boris Johnson und Nigel Farage.

4 Uhr: Das Ergebnis aus Boston in Lincolnshire wird erwartet. Es wird damit gerechnet, dass sich 68 Prozent der Wähler für den Brexit entscheiden. Ganz anders die Universitätsstadt Cambridge, die als eine der EU-freundlichsten Städte gilt.

Oxford Street am Abstimmungstag

Oxford Street am Abstimmungstag

5 Uhr: Tendring in der Grafschaft Essex ist eine der euroskeptischsten Regionen. Von hier kommt auch Douglas Carswell, das einzige Parlamentsmitglied von UKIP. Das Ergebnis dürfte klar sein… Auch das Seebad Blackpool ist ein Zentrum der Brexit-Anhänger.

Um diese Zeit dürfte einigermassen klar sein, wohin die Reise Grossbritanniens in Zukunft geht.

6 Uhr: Das Ergebnis aus Manchester wird erwartet und es gilt als sicher, dass die „Bremain“-Anhänger gewinnen.

Es ist davon auszugehen, dass das Schlussergebnis zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger genau feststeht.

8 Uhr: Wahlleiterin Jenny Watson gibt das offizielle Endergebnis bekannt – es sei denn, es sind Nachzählungen nötig.

Cards: Brexit