In der Kategorie Politiker lobt «Foreign Policy» Schwedens Aussenminister Carl Bildt (@carlbildt) als «einer der ehrlichsten Diplomaten» gelobt. Venezuelas Präsident Hugo Chávez (@chavezcandanga) hingegen prahlt mit Masse - seine Tweets lesen über 3 Millionen «Follower».

Das US-Magazin kann eine gewisse Amerika-Zentriertheit nicht verleugnen. Barack Obamas UNO-Botschafterin Susan Rice (@AmbassadorRice) wird für ihre «Leidenschaft» ausgezeichnet, Obamas Mann in Moskau, Botschafter Michael McFaul (@McFaul), für «lebhafte und unzensurierte» Meldungen aus Russland.

Revolutionsblogger Sandmonkey

Viel Lob erhalten auch der White-House-Korrespondent Mark Knoller (@markknoller) von CBS News, der kaum von Obamas Seite weicht, sowie sein ABC-Kollege Jake Tapper (@jaketapper). Als «Ringleader» der amerikanischen Twittersphäre wird jedoch Ben Smith (@BuzzFeedBen) bezeichnet.

2012 dominieren die europäische Schuldenkrise und der Mittlere Osten die internationalen Beziehungen. Für die Euro-Krise werden der italienische Finanzjournalist Fabrizio Goria (@fgoria) und Megan Greene (@economistmeg) empfohlen, sowie für das Drama in Griechenland Nick Malkoutzis (@NickMalkoutzis), der Vize-Chefredaktor der Zeitung «Kathimerini».

Der Revolutionärsblogger Machmud Salem (@sandmonkey) gilt als beste Quelle für Ägypten. Liz Sly (@LizSly) , die Korrespondentin der Washington Post in Beirut, für den Bürgerkrieg in Syrien.

Kein Schweizer erwähnt

Einen Schweizer sucht man übrigens vergeblich. Eine Aufnahme unter die 100 einflussreichsten Twitterati verdient hätte Frank Jordans (@wirereporter), der für Associated Press aus dem UNO-Sitz in Genf berichtet.

Seine Tweets lesen rund 1800 «Followers». Sein letzter Eintrag mit Schweiz-Bezug stammt vom Montag: «Schweizer TV zeigt in fünf Minuten Felsexplosion live. #Boom»