Schweinegrippe

Deutschland verbrennt Millionen Schweinegrippe-Impfdosen

Eine Frau lässt sich mit Pandemrix gegen Schweinegrippe impfen (Archiv)

Eine Frau lässt sich mit Pandemrix gegen Schweinegrippe impfen (Archiv)

In Deutschland werden am nächsten Dienstag rund 16 Millionen übrig gebliebene Impfdosen gegen die Schweinegrippe verbrannt. Der von den Bundesländern zentral eingelagerte Impfstoff wird in einem Müllheizkraftwerk in Magdeburg vernichtet.

Der Impfstoff, der auf 196 Paletten lagere, gelange bei sechs bis acht Lkw-Lieferungen nach Magdeburg, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums Sachsen-Anhalt am Freitag sagte.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die weltweite Schweinegrippe-Pandemie im August 2010 offiziell für beendet erklärt. In den vergangenen Monaten waren in den Bundesländern bereits Hunderttausende von Impfdosen vernichtet worden. Deren Haltbarkeitsdatum war im September und Oktober abgelaufen.

Die WHO hatte im April 2009 nach Todesfällen in Mexiko vor dem Beginn einer weltweiten Ausbreitung des H1N1-Virus gewarnt. Die Bundesländer hatten 34 Millionen Dosen des Impfstoffs Pandemrix vom Pharmakonzern GlaxoSmithKline abgenommen und dafür rund 280 Millionen Euro bezahlt. Am Ende liessen sich während der bis dato grössten Impfaktion aber erheblich weniger Menschen immunisieren als angenommen.

Auch in der Schweiz wird der Impfstoff zerstört

Auch in der Schweiz wurden Millionen von Impfdosen vernichtet. Im April hatte der Bund angekündigt, bis Ende dieses Jahres die letzten 3,4 Millionen Dosen des nicht benötigten Impfstoffs gegen die Schweinegrippe zu zerstören.

Damit hat die Schweiz gesamthaft Impfstoffe im Wert von 56,4 Millionen Franken vernichtet. Ende 2009 hatte der Bund 13 Millionen Dosen der Impfstoffe Celtura, Focetria und Pandemrix im Wert von 84 Millionen Franken gekauft.

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