Corona-Massnahmen

Deutscher «Mini-Lockdown» geht weiter als der Schweizer

Medienkonferenz mit Angela Merkel

Medienkonferenz mit Angela Merkel

Deutscher «Mini-Lockdown» geht weiter als der Schweizer Angela Merkel lässt Gastrobetriebe wieder schliessen. Mit den Massnahmen will sie Weihnachten «retten».

«Es ist vollkommen klar, wir müssen handeln, und zwar jetzt», sagte Kanzlerin Merkel am Mittwochabend. Ziel sei es, das Weihnachtsfest zu «retten». Zuvor hatte sie sich mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer auf einen «Mini-Lockdown» geeinigt. Grund für die Restriktionen: Das Land registrierte am Mittwoch fast 15000 Neuinfektionen – so viele wie nie.

Ab Montag und bis Ende November wird das öffentliche Leben in Deutschland deutlich heruntergefahren. Wie schon im Frühjahr ist der neuerlich verhängte «Lockdown light» strenger als in der Schweiz. Deutschland schränkt die Kontakte massiv ein. Auf Aussenplätzen in der Öffentlichkeit sollen sich nur noch Personen von maximal zwei Haushalten treffen dürfen, höchstens zehn an der Zahl – bei Verstössen drohen Bussgelder. Auch Privatfeiern werden unterbunden. Die Behörden kündigen gar «verdachtsunabhängige Kontrollen» an.

Kultur, Freizeit und Gastronomie werden bis Ende November komplett auf null gefahren. Theater, Oper, Konzerthäuser, Fitnesscenter, Sportanlagen müssen schliessen, der Amateursport wird für vier Wochen eingestellt. In der Fussball-Bundesliga gibt es bis Ende November nur noch «Geisterspiele». Auch die schwer gebeutelten Gastrobetriebe dürfen keine Gäste mehr empfangen, Mahlzeiten bloss noch als «To-Go» anbieten. Restaurants, Bars, sie alle müssen schon wieder schliessen. Branchenvertreter kritisieren den Entscheid scharf, da selbst das Robert-Koch-Institut Kneipen nicht als Orte definiert, an denen sich viele Leute anstecken.

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