Deutschland

Deutsche Ratspräsidentschaft soll «Europa wieder stark machen»

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, zeigt das Logo der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Vom 01.07. an übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft unter dem Motto "Gemeinsam. Europa wieder stark machen".  Im Logo ist ein Möbiusband zu sehen - ein Symbol für Einigkeit und Verbundenheit. Foto: Michael Kappeler/dpa

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, zeigt das Logo der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Vom 01.07. an übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft unter dem Motto "Gemeinsam. Europa wieder stark machen". Im Logo ist ein Möbiusband zu sehen - ein Symbol für Einigkeit und Verbundenheit. Foto: Michael Kappeler/dpa

«Gemeinsam. Europa wieder stark machen» - unter dieses Motto stellt die deutsche Regierung ihre EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli für sechs Monate turnusgemäss beginnt.

"Europa aus der Krise führen, diese Aufgabe wird unsere Präsidentschaft bestimmen", erklärte Aussenminister Heiko Maas am Freitag. "Wir werden sie annehmen und haben einen enormen Berg an Arbeit in allen Dimensionen der Union auf unserem Tisch: die Wirtschaft ankurbeln, den inneren Zusammenhalt stärken und nach aussen geeint agieren."

Das Programm ist nur in Umrissen bekannt. Weitere wichtige Themen sind die Beziehungen zu Grossbritannien nach dem Brexit, der Klimaschutz und das europäische Asylsystem.

Als Logo für die Präsidentschaft hat Deutschland ein sogenanntes Möbiusband gewählt - das ist eine Fläche, die nur eine Kante und eine Seite hat. Das soll Einigkeit und Verbundenheit symbolisieren. Die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel erklärte: "Bei der deutschen Ratspräsidentschaft wird es darum gehen, Kompromisse und Lösungen zu finden, um gemeinsam und zukunftsgerichtet die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zu bewältigen." Deutschland werde sich dafür einsetzen, dass Europa gestärkt aus dieser Krise hervorgehe.

Deutschland übernimmt am 1. Juli für sechs Monate den Vorsitz der EU-Länder. In der Zeit leitet das Land die Ministerräte und setzt politische Schwerpunkte. Wegen der Pandemie wird das Programm anders ausfallen als geplant. Kanzlerin Merkel hatte diese Woche gesagt, die Corona-Krise habe "alles auf den Kopf gestellt".

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